Inhalt

„Wenn dich im Kindergarten jemand fragt, woher du deine blauen Flecken hast – sag’, du bist gefallen“. Wardeh, Yasmin, Ali, Sara, Yussef und Isra sind Geschwister. Ihr Vater, Ahmad, floh vor 40 Jahren aus dem Libanon als palästinensischer Flüchtling nach Deutschland. Es ist die Geschichte dieser sechs Kinder aus Berlin Neukölln, deren Erziehung geprägt war von Spannung mit ihrem Vater, seinem Konservativismus und seiner Kompromisslosigkeit, welche er unnachgiebig durchsetze – notfalls auch mit eiserner Hand. In einzelinterview Situationen geht der Regisseur und gleichzeitig älteste Sohn, Ali Tamim, auf Ursachenforschung. Er spricht mit seinen Geschwistern über die Vergangenheit und konfrontiert, stellvertretend für die Geschwister, den Vater. Doch dabei bleibt es nicht: Ali Tamim will seinen Vater verstehen und erfahren, was Armut, Krieg, Flucht und Exil aus einem Menschen machen.

Stab

Regie: Ali Tamim
Kamera: Lea Pech
Schnitt: Gerard Cerdan
Ton & Mischung: Till Alldinger
Producer: Fridolin Lehmann
Herstellungsleitung: Andrea Wohlfeil
Produktion: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Portrai_Ali Tamim

Ali Tamim

Ali wurde 1988 als Kind arabischer Einwanderer in Neukölln geboren. Nach dem Abitur auf einer Kreuzberger Gesamtschule, entschied er sich für ein Jurastudium an der Freien Universität, welche er mit Abschluss des ersten Staatsexamens verlies, um seiner Leidenschaft – dem Filmemachen – nachzugehen. Erst 2013 an der DEKRA Hochschule und seit 2015  an Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf versucht er die Erfahrungen, die er in diesem sozialen Brennpunkt gemacht hat und immer noch macht, in Filmen zu erzählen.
Mein Vater und Ich ist sein Erstlingswerk.